Wohnbau Hallein Burgfried BA2 – Auszeichnung

Wohnbau Hallein Burgfried, GSWB

Ein gelungenes Zusammenspiel von Wohngebäuden, Freiflächen und Nebenräumen

Endlich traut sich eine Wohnungsbaugesellschaft wieder, einen Holzbau umzusetzen – ein gelungenes Zusammenspiel von Wohngebäuden, Freiflächen und Nebenräumen. Die Tektonik der Gebäude ist durch die klare orthogonale Struktur des Holzbaus entwickelt. Die Gebäudeabfolge der fünf Baukörper zeigt die urbane Lage und ihr Nachverdichtungspotenzial auf. Die Holzfassade ist gestalterisch rhythmisiert. Holz ist in den Decken sichtbar. Die davorgestellten und farblich abgesetzten Balkone tragen zur Unterteilung des Baufeldes bei. Im Detail sind konsequent bis zur Außenansicht umgesetzte Holzhybridbauten entstanden. So kann Holzbau im Wohnungsbau in die Breite getragen werden!

Wohnbau Hallein Burgfried BA2 | Wohnbau

BAUHERR:IN​

GSWB Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft

Salzburg

ARCHITEKTUR​​

cs-architektur, Christoph Scheithauer und atelier querlängs, Stephan Mitterhofer

Salzburg

STATIK

FS1 Fiedler Stöffler

Innsbruck

Ahmad

Salzburg

AUSFÜHRUNG

Ing. Hans Bodner Bau und Zimmerei & Holzbau Ing. Hillebrand

Wals

Projektbeschreibung

Die Umsetzung eines Holzwohnbaus im geförderten Wohnbau ist in Salzburg lange Zeit nicht über das Experimentierfeld hinausgekommen. An diesem Ort entstand nun die Chance, einen Neubau aufgrund der geplanten Baumasse und der in der städtebaulichen Körnung möglichen Typologien idealtypisch im Holzbau umzusetzen. 

Die Bausubstanz der bestehenden Südtirolersiedlung mit 62 Kleinwohnungen war weder nachhaltig sanierbar, noch bot der Bestand Potential für eine sinnvolle Nachverdichtung. In Abstimmung mit der Stadtgemeinde Hallein wurde daher ein Bebauungskonzept erarbeitet, dessen wesentlicher Inhalt die Auflassung eines Teiles der Neue-Heimat-Straße war. Dies bot die Chance, eine Weiterentwicklung der gewachsenen Bebauung in Verbindung mit einer hohen Freiraumqualität zu erreichen. Da die Bewohnerstruktur einen relativ hohen Altersdurchschnitt aufwies, wurde vom Bauherrn großer Wert darauf gelegt, dass die Mieter im Rotationsprinzip möglichst von einem Bestandsbau in einen neu errichteten Bau in unmittelbarer Nähe umsiedeln können. Die Errichtung der Neubauten mit 132 Wohneinheiten wurde daher in 3 Bauabschnitten vorgenommen.

Die Tektonik der Neubauten sind durch die klar orthogonale Struktur des Holzbaus entwickelt und sollen einer neuen Urbanität auch hinsichtlich ihrer Materialität wiederspiegeln. Im Detail ist ein konsequenter Hybrid-Holzbau entstanden. Die tragenden Außenwänden sind in Riegelbauweise, die tragenden Innenwände und Decken mit Kreuzlagenholz errichtet. Treppenhäuser in Stahlbetonkonstruktion und Balkone als freistehende Stahlkonstruktionen mit Holzausfachungen. (© cs-architektur)

vlnr: Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Jane-Beryl Simmer, MBA (GFin Sihga), Verantwortliche GSWB, Stephan Mitterhofer (Architekt), Christoph & Jana Scheithauer (cs Architektur), CHristian SChossleitner (HIllebrand Holzbau), Landesrätin Mag. (FH) Andrea Klambauer, Ök.-Rat. Rudolf Rosenstatter (Obmann proHolz Salzburg)Architekt DI Michael Strobl (Vorsitzender Sektion Architekt:innen); Foto: Franz Neumayr

Fotos: Albrecht Imanuel Schnabel

Am 30. März 2023 fand die Verleihung des siebten Salzburger Holzbaupreises mit mehr als 200 Teilnehmern im Hotel Heffterhof statt. Die Prämierung wurde von proHolz Salzburg gemeinsam mit der Kammer der Ziviltechniker:innen | Architekt:innen und Ingenieurkonsultent:innen für Oberösterreich und Salzburg ausgelobt. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik sowie der Holz-, Architektur- und Wirtschaftsszene wurden vier Auszeichnungen und drei Anerkennungen an die Preisträger vergeben.

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