Architektur hören & sehen – Rückblick Holzbauten im Tennengau

Bezirksbauernkammer Hallein

Ende September fand nach spannenden Vorträgen über zwei besondere und unterschiedliche Holzbauten im Tennengau in den Räumlichkeiten der Initiative Architektur tags darauf die Exkursion zu den Objekten statt. In der Holzgemeinde Kuchl steht nun Europas höchstes Internat in Holzbauweise. Am Tag der Exkursion gaben Architekt Dirk Obracay von sps architekten und Bauherrnvertreter Hans Rechner, Geschäftsführer HTK, Einblicke vor Ort. Anschließend ging es ein paar Kilometer nördlich in Hallein weiter. Bauherrnvertreter Gregor Grill von der Landwirtschaftskammer empfing gemeinsam mit Architekt Thomas Graßl von LP architektur die Exkursions-Teilnehmer an der Salzach gelegenen Davisstraße.

Internat Holztechnikum Kuchl von sps architekten

Mit dem Neubau des siebengeschossigen Internats bekam das Holztechnikum und der Wissenscampus Kuchl ein neues Gesicht. So öffnet sich nun das Areal bei der Ankunft für Besucher und Schüler. Musste man früher den Eingang ins Schulgebäude suchen, schafften die Architekten mit dem vertikalen Design des Internats ein neues Entrée. Neben der Erschließung des Gebäudes bringt auch die Entsiegelung der bisher verbauten Fläche und der Erhalt der alten Linde am Vorplatz einen Mehrwert den gesamten Campus. „Wir sind nicht in die Fläche, sondern in die Höhe gegangen, auch auf die Gefahr hin, dass das nicht gewollt wird“, sagt das Thalgauer Architekturbüro.

Holztechnikum Kuchl Internat
Holzbauten im Tennengau: das Internat am Holztechnikum Kuchl

Bezirksbauernkammer Hallein von LP architektur

Als gut proportionierter Solitär behauptet sich die neue Bezirksbauernkammer Salzburgs im städtischen Kontext von Hallein. Eine vorgelagerte Sekundärkonstruktion für Terrassen und “Fassadenbegrünung” wirkt nicht nur identitätsstiftend, sondern bietet eine mögliche Antwort auf Ressourcenverbrauch und Klima. (Quelle: LP architektur)

Bei der Planung und Umsetzung wurde das dreigeschoßiges Bürogebäude nach allen Regeln der Nachhaltigkeit errichtet. So wurden 560 m³ Fichten- und Lärchenholz verbaut. Bemerkenswert dabei ist, dass der Rohstoff binnen sieben Stunden in Salzburgs Wäldern nachwächst und im Gebäude 560 Tonnen CO2 weiter gespeichert bleiben. So ist die Bezirksbauernkammer auch das erste seiner Art, welches als gesamtes Gebäude PEFC-zertifiziert ist. Das heißt, die verwendeten und ebenfalls zertifizierten Holzprodukte stammen aus einem Umkreis von maximal 500 km.

„Wir leben als Landwirtschaftskammer vor, was wir auch von der Gesellschaft einfordern: die Verwendung des heimischen Baustoffes Holz, eine ressourcenschonende Energieversorgung und eine innovative Gebäudebegrünung, die die Biodiversität im städtischen Raum fördert“, so der Präsident der LK Rupert Quehenberger.

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