Die Sieger beim Bautechnikpreis Salzburg 2025
- Holzbau & Zimmerei
- Bautechnikpreis, Holzbau
Mit dem Bautechnikpreis Salzburg, ausgelobt von Landesinnung Bau und Landesinnung Holzbau in der WKS, proHolz Salzburg, der Kammer der Ziviltechniker:innen, Architekt:innen und Ingenieur:innen für Oberösterreich und Salzburg sowie von Innovation Salzburg werden die besten Abschlussprojekte bzw. Diplomarbeiten von HTL-Absolventen ausgezeichnet und vor den Vorhang geholt. Zudem wird damit ein zusätzlicher Anreiz für die Schüler geschaffen, mit besonderem Engagement an die Ausarbeitung heranzugehen.
Bautechnikpreis Salzburg würdigt ausgezeichnete Abschlussarbeiten
Insgesamt 18 Projekte (gesammelt in einer Broschüre) wurden im Jahr 2025 von Projektgruppen der baunahen HTLs (Salzburg, Hallein, Saalfelden sowie dem Holztechnikum Kuchl) in den Kategorien Neu- und Umbau, Innovationen sowie Ingenieur- und Ingenieurholzbau eingereicht. Zudem wurde für ein Projekt mit hervorragenden Lösungsansätzen, das keiner der genannten Kategorien zuzuordnen war, ein Anerkennungspreis verliehen. Bei der Beurteilung wurde besonderer Wert auf die bautechnische Ausführung, die architektonische Gestaltung sowie die ökologischen und nachhaltigen Aspekte der Projekte Wert gelegt.
(alle Fotos der Preisverleihung: LI Bau/Veigl)
„Man erkannte bereits bei der ersten Durchsicht der eingereichten Projekte die hohe Qualität und die Freude bei der Ausarbeitung der Aufgaben. Teils wurden schon sehr gute Detaillösungen erdacht bzw. ausgearbeitet und planlich sauber dargestellt. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass sich viele junge angehende TechnikerInnen mit dem Baustoff Holz eingehend auseinandergesetzt und diesen für den optimalen Einsatzbereich gewählt haben. Gratulation zu solch gelungenen Einreichungen!“, sagte Markus Eder, Holzbau Landesinnungsmeister Stellvertreter.
LH-Stv. Mag. Stefan Schnöll: „Der Bautechnikpreis 2025 stellt eine wertvolle Möglichkeit dar, die herausragenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler der baunahen Höheren Technischen Lehranstalten im Bundesland Salzburg zu würdigen. Dieser Preis schafft einen zusätzlichen Anreiz, die Diplomarbeiten mit besonderem Engagement und innovativen Lösungsansätzen zu entwickeln. Mit der Auszeichnung sollen die besten Projekte hervorgehoben und die hohe Qualität der Ausbildung in Salzburg unterstrichen werden. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmenden zu ihren bemerkenswerten Leistungen!“
Auszeichnungen
Erschließung eines zukünftigen Freizeitgeländes | Ingenieurbau
- Lauro Ahamer, Luca Esterbauer & Emin Isakovic
- HTBLuVA Salzburg
- Prof. Dipl.-Ing. Robert Gostner, Prof. Dipl.-Ing. Dr. Klaus Fuchs, Prof. Dipl.-Ing. Martin Trenker
Es ist so, dass das Projektteam die Aufgabenstellung gut gemeistert hat. Aus verkehrstechnischer Sicht ist die Umlegung der B159 Salzachtal-Straße gut gelöst worden. Das Freizeitgelände wird aufgrund der umweltschonenden Planung sicherlich gut von der Erholungssuchenden angenommen. Die Teilung der Brücke ist provokant und gewagt, jedoch aus architektonischer Sicht gut. Durch diese Teilung kommt es zu einer spannenden Brückenlösung. Die Fundierung der Widerlager ist nicht bis zur Flusssohle geführt. Hier ist der statische Nachweis zu erbringen, dass die Salzach die Fundamente nicht unterspült. Die Bohrpfähle können aus Sicht der Jury erst unter der Flusssohle eingesetzt werden. Einige Radien der Geh- und Radwege sind zu überdenken. Aus Sicht der Jury sind sie zu eng und können für Fahrradlenker schwer bewältigt werden. Ansonsten gratuliert die Jury den Siegern.
Holz-Beton-Verbund Bauweise | Innovationen
- Florian Meierhofer, Valentin Eckinger & Clemens Klug
- Holztechnikum Kuchl
- DI (FH) HBM Wolfgang Plössnig, MMag. Marlene Hölzl
Der Jury hat der Gedanke, das Beste aus zwei Welten zu verbinden, sehr gut gefallen. Besonders hervorzuheben ist, dass hier nachgewiesen wurde, dass die Kombination der beiden Baustoffe funktioniert. Die Nachweise in bauphysikalischer und in statischer Sicht sind vorhanden und plausibel. Der Preis der Wand ist um ca. 40 % höher als eine Betonwand mit VWS aus Styropor und um ca. 30 % teurer als eine Betonwand mit vorgehängter Holzschalung. Dieser Preis ist vertretbar, wenn man die Vorteile der beiden Baustoffe vereint. Die praktische Umsetzung in Form eines Mustercontainers hat die Jury überzeugt. Man kann nur hoffen, dass diese Bauweise auch in der Praxis eingesetzt wird. Bei größeren Mengen ist es vorstellbar, dass der Preis sich an herkömmliche Wände annähert.
Bildungscampus Itzling | Neu- & Umbau
- Patrick Winkler, Leo Reithofer, Carolina Klabacher, Sandra Groß & Florian Pachner
- HTBLuVA Salzburg
- Arch. DI Petra Waldmann
Das Projekt besticht durch seine innovative und lebensbejahende Haltung. Angelehnt an die Form der Bienenwabe konnte eine gebaute Struktur entwickelt werden, die funktional allen zeitgemäßen Anforderungen des Lehrens und Lernens entspricht und dabei spannende und erfrischende Raumkonstellationen schafft. Auch die Erweiterung der Schule kann ebenso als äußerst gelungen bezeichnet werden. Die Wabenstruktur dient auch hier gekonnt als „Klassenmodul“. Die innere Erschließung der Schule wurde nicht platzsparend entwickelt, dadurch bieten die sich öffnenden Gang und Pausenraumflächen ein angenehmes und innovatives Raumerlebnis und erfüllen die angestrebten und erforderlichen Anforderungen. Das Projekt ist als Hybridbau gedacht, die Baumaterialien wurden angemessen und effizient eingesetzt und die Details sind pointiert und fachlich richtig gelöst.
Anerkennung
Eisarena Salzburg
- Ronja Walkner, Jakob Dannbauer, Anel Macic und Julijan Radosavljevic
- HTBLuVA Salzburg
- Arch. DI Lydia Mittermayr
Es ist nicht einfach als 19-Jähriger ein Gebäude in dieser Größe und diesem Ausmaß mit allen seinen Funktionen und Anforderungen zu entwickeln und auch zu verstehen. Das Team konnte diese Aufgabe jedoch sehr gut bewältigen. Funktion/Konstruktion und auch die Gestaltung wurden sorgfältig entwickelt und bilden zusammen eine ausgewogene Einheit. Außen- und Innenräume entsprechen den Anforderungen und wurden sehr gut aufeinander abgestimmt. Die stützenfreie Spielfeldzone wurde zwar konventionell „überspannt“, aber auch sehr kostengünstig und effektiv. Die formgebende Lamellenfassade gibt dem Baukörper eine gewisse Dynamik, welche jedoch mit dem Raumerlebnis bzw. der Raumerfahrung leider nach innen nicht übereinstimmt. Hier hätten die Projektanten noch nachlegen können. Die Details sind pointiert und fachlich richtig gelöst. In seiner Gesamtheit kann das Projekt als gelungenes Beispiel einer zeitgemäßen Sportarena bezeichnet werden.
Die Preisträger der letzten Jahre
- Holzbau & Zimmerei
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