Baustellenbesuch beim Landesdienstleistungszentrum

Landesdienstleistungszentrum Salzburg Holzbau

Vor rund zwei Jahren eröffnete der Spatenstich am 12. Jänner 2024 den Baubeginn von Österreichs modernstem Verwaltungsgebäude, dem Landesdienstleistungszentrum Salzburg. Im Dezember 2025 erhielten wir bei einer Baustellenbesichtigung Einblicke in den Baufortschritt.

Landesdienstleistungszentrum Besichtigung
Baufortschritt Landesdienstleistungszentrum © Land Salzburg/Melanie Hutter

Schnelligkeit durch Holzhybridbauweise

Der Rohbau des modernsten Verwaltungsgebäudes Österreichs hat Anfang September 2025 sein oberstes Stockwerk erreicht, obwohl vor wenigen Monaten erst die Kellergeschosse fertiggestellt wurden. Möglich ist das durch die Hybrid-Bauweise aus Holz und Beton und die Vorfertigung der Elemente für den Modulbau. Mia Flieher von der Projektleitung des Landes erklärt, was aktuell auf der Megabaustelle passiert: „Die Betonbauarbeiten sind so gut wie fertig. Jetzt geht es nur mehr darum, dass man auch den Holz-Hybridbau fertig macht. Parallel dazu beginnen wir schon die Fassaden einzusetzen, um das Gebäude rundherum zu schließen.“ (Quelle: Land Salzburg)

Die Vorfertigung von Elementen, sei es im Holzbau, bei vorgefertigten Decken oder Fassadenelementen hat neben dem großen Vorteil für den Baufortschritt auch noch einen weiteren Pluspunkt: „Ein hoher Vorfertigungsgrad erlaubt eine kürzere Bauzeit und spart Kosten. So können zum Beispiel Ersatzquartiere schneller wieder abgemietet werden. Der Bauplatz im Zentrum nahe dem Bahnhof ist knapp und lässt wenig Manipulationsspielraum zu. Auch hierfür ist ein hoher Grad an Vorfertigung von immensem Vorteil. Holz generell bzw. die Holzhybrid-Bauweise für die Realisierung des Landesdienstleitungszentrums eignet sich für Vorfertigung optimal“, erklärt Flieher.

Holz schafft Behaglichkeit

Bei der Besichtigung zeigte sich, gerade bei dem Blick in die Muster-Büros, dass neben sichtbaren Holzbalken und Stützen auch Raumtrennwänden und Elementen für die Raumakustik auf den Rohstoff Holz gesetzt wird. Stellvertretend für das Land sagt Projektleiterin Flieher weiter: „Holz schafft Behaglichkeit – die Verwendung von Holz als Baumaterial sowohl konstruktiv als auch im Ausbau war dem Auftraggeber wichtig. In den öffentlichen Bereichen, Beratungsstellen, Konferenzzonen und im Kindergarten wird im Ausbau so viel Holz wie möglich verwendet. Eine moderne Arbeitswelt mit sichtbarer und spürbarer Holzkonstruktion erscheint uns zeitgemäß. Holz schafft in allen Bereichen eines guten Aufenthalts- und Arbeitsklima.“

Das Projektteam vom Land Salzburg rund um Mia Flieher und Thomas Kerschbaum informierten gemeinsam mit Architekt Ulrich Burtscher (Burscher und Durig), Niklas Mayr (Swietelsky/SwieTimber) sowie Thomas Hochreiter (Habau) zu den Besonderheiten des Bauvorhabens und führten im Anschluss durch die Baustelle. Wir danken für Ihre Zeit und Expertise.

Über das Landesdienstleistungszentrum

Mit dem neuen Landesdienstleistungszentrum (LDZ) beginnt in Salzburg eine neue Ära der Verwaltung. Aus 25 Standorten der Landesverwaltung, die derzeit verstreut in der Stadt Salzburg und in Wals-Siezenheim sind, wird ein zentraler und mit den Öffis sehr gut erreichbarer Standort.

In der Nähe des Salzburger Hauptbahnhofes werden aber nicht nur rund 1.400 Mitarbeiter:innen des Landesdienstes unter einem Dach arbeiten und Synergien nutzen. Auch das Bürgerservice wird massiv erweitert. Beratungen und Termine werden in einem modernen Umfeld stattfinden können, es gibt einen Konferenzbereich und auch die Salzburger Verwaltungsakademie zieht ins neue LDZ.

Österreichs modernstes Verwaltungsgebäude wird also ab Anfang 2027 die Verwaltung und die Bevölkerung noch näher zusammenbringen. (Quelle: Land Salzburg)

Fotos: proHolz Salzburg | Grafik: Land Salzburg

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