Salzburger Freilichtmuseum mit Holzbotschafter ausgezeichnet

Salzburger Freilichtmuseum Holzbotschafter

Dem Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain wurde am 19. März 2026 im Rahmen der großen Eröffnungsfeier des neues Besucherzentrums von proHolz Salzburg der Holzbotschafter für die dokumentarische Arbeit rund um das ländliche Bauen, Wohnen und Wirtschaften mit Holz in Salzburg, sowie vorbildliches und nachhaltiges Bauen mit Holz verliehen. Stellvertretend für die heimische Forst- & Holzwirtschaft überreichte proHolz Obmann Rudolf Rosenstatter die Auszeichnung an Direktor Peter Fritz, LR Maximilian Aigner in Vertretung für Landeshauptfrau-Stv. Stefan Schnöll (Ressort Kunst und Kultur, Museen), sowie Landesamtsdirektor a.D. Hofrat Heinrich Christian Marckhgott (Förderverein Salzburger Freilichtmuseum).

"Sehe die Auszeichnung als Auftrag zur Wissensvermittlung"

Peter Fritz, Direktor Salzburger Freilichtmuseum: „Ich freue mich sehr über diese besondere Auszeichnung und sehe diese für uns auch als Auftrag zur Wissensvermittlung rund um das Thema Holz. Das beginnt beim Material und führt über die Anwendung zu verschiedenen Verarbeitungstechniken. Für unser Besucherzentrum war der heimische Baustoff Holz klarerweise gesetzt, da es genau zur Geschichte und zum Inhalt des Museums passt. Das Besucherzentrum ist zugleich ein Zeugnis dessen, was die Salzburger Holzwirtschaft in der Lage ist zu leisten. Das Gebäude ist bereits eine Botschaft an unsere Gäste. Denn wir müssen gar nicht über Holz reden, sie kommen herein und sehen, spüren und riechen das Holz!“

Anerkennung für die Arbeit des Salzburger Freilichtmuseum

„Die Auszeichnung mit dem Holzbotschafter für das Salzburger Freilichtmuseum steht stellvertretend für die Arbeit, mit der das Jahrhunderte alte Bauen mit Holz sichtbar und erlebbar gemacht wird. Andererseits zeigt es, das Holz für Beständigkeit und regionale Wertschöpfung steht. Das Freilichtmuseum ist ein Zeuge dessen, was Holz kann. Dabei ist der Wald und das Holz in Salzburg mit seiner Steuerleistung von über 550 Mio. Euro ein großer Wirtschaftsbereich und das Freilichtmuseum inspiriert, die Wichtigkeit des bewirtschafteten Walds für eine klimafitte Zukunft zu begreifen – wir gratulieren herzlich“, sagt Ök.-Rat. Rudolf Rosenstatter, Obmann proHolz Salzburg.

Landesrat Stefan Schnöll freut sich über Auszeichnung

„Das Salzburger Freilichtmuseum zeigt u.a. eindrucksvoll, dass Holz auch historisch schon immer einer der wichtigsten Baustoffe war. Ganz in diesem Sinne zeigt auch das neue Besucherzentrum beispielhaft, wie Tradition, Innovation und Klimaschutz im modernen Holzbau erfolgreich zusammenspielen. Umso mehr freue ich mich über die Auszeichnung. Denn sie ist sichtbares Zeichen dafür, dass Holz als regionaler und klimafreundlicher Baustoff in keiner Weise an Bedeutung verloren hat und zukunftsweisend weitergedacht wird. Im Freilichtmuseum wird deutlich, dass Holz über Generationen als Baustoff erlebbar ist und bleibt.“

Komm-Rat. Friedrich Egger, LIM Holzbau und Vorstandsmitglied

„Holz ist ein Werkstoff, der Generationen verbindet. Im Freilichtmuseum sehen wir handwerkliche Fähigkeiten, die auch heute noch so angewendet werden können. Das meisterliche Know-how unserer Vorfahren verbinden wir heute mit modernster Technik, um Gebäude wirtschaftlich, nachhaltig und effizient umzusetzen. Modernen Holzbau zeigt nun auch das neu errichtete Besucherzentrum, welches im Freilichtmuseum die Brücke zwischen Tradition und Moderne schlägt. Als Holzbotschafter beweist das Freilichtmuseum: Holz ist nicht Teil der Salzburger Geschichte, es ist Gegenwart und Zukunft.“

Über das Salzburger Freilichtmuseum

Das Museum

Das Salzburger Freilichtmuseum hat den Auftrag, originale, ländliche Bauten aus dem Bundesland Salzburg zu sammeln, wieder aufzubauen, einzurichten und damit das ländliche Bauen, Wohnen und Wirtschaften vom 15. bis 20. Jahrhundert zu dokumentieren.

  • Das Freilichtmuseum eröffnete 1984 mit 22 Objekten.
  • Aktuell finden sich 100 wieder errichtete Originalbauten aus Landwirtschaft, Handwerk, ländlichem Gewerbe und Industrie.
  • Die Lage ist rund 15 km südwestlich der Stadt Salzburg im Gemeindegebiet von Großgmain (Bezirk Salzburg-Umgebung), unweit der deutsch-österreichischen Grenze. Das Museumsareal besitzt eine Größe von 50 ha, liegt in einem Natur- und Pflanzenschutzgebiet am Fuß des Untersbergs.

Das Besucherzentrum

  • Das Land Salzburg hat in den Neubau des Besucherzentrums des Salzburger Freilichtmuseums rund 6,9 Millionen Euro investiert.
  • Entstanden ist ein moderner Holzbau mit einladendem Empfangsbereich, einer Fachbibliothek und eigene Seminarräume.

Über das Besucherzentrum

Der Neubau aus Holz, Glas und Beton versteht sich als Ort des Ankommens mit Identität. In seiner Gliederung an regionale Hofstrukturen angelehnt, bietet er ein großzügiges, lichtdurchflutetes Foyer mit Kassa und Museumsladen, klare Wegeführungen sowie barrierefreie Zugänge. Das detailreiche und maßstabsgetreue Geländemodell eröffnet den Blick auf die 50 Hektar große Museumslandschaft und erleichtert die Orientierung. Die Bibliothek fungiert als zentrale Wissensdrehscheibe und ist (nach Anmeldung) öffentlich zugänglich – mit rund 140 Laufmetern Regalfläche für derzeit knapp 10.000 Bücher. Ein flexibel nutzbarer Seminarraum für 80 bis 120 Personen erweitert die Möglichkeiten für Vermittlungs- und Tagungsformate. Innen dominiert unbehandelte Fichte, außen unbehandelte Lärche; viel Tageslicht, warme Materialität und gute Akustik schaffen hohe Aufenthaltsqualität. Zwei vollklimatisierte Archivräume, moderne Arbeitsplätze sowie effiziente Abläufe erlauben professionelle Museumsarbeit. 

Um den Natur- und Artenschutzauflagen zu entsprechen, wurden im Vorfeld geschützte Arten – unter anderem Erdkröten, Gelbbauchunken oder Feuersalamander – fachgerecht umsiedelt und Ersatzlebensräume am Museumsgelände geschaffen. Eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 85 kWp versorgt Museum und Eingangsbereich, geothermische Energie aus acht 150 Meter tiefen Sonden ermöglicht effizientes Heizen und Kühlen. Mit diesem Bau ist es also gelungen, die Anforderungen eines modernen Museumsbetriebes mit den strengen Kriterien eines Natura-2000-Schutzgebietes in Einklang zu bringen.
Das Projekt „Besucherzentrum“ ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Im Projektgebiet sind noch weitere Maßnahmen geplant. Dazu gehört unter anderem die Adaptierung im Bereich der Bushaltestelle inklusive eines sicheren Übergangs über die Landesstraße, der Umbau des Thanngütls (bisheriges Eingangsgebäude) zur optimalen Nachnutzung als Seminargebäude oder die Erweiterung der Parkflächen. (Quelle: Salzburger Freilichtmuseum)

Fotos: Titelbild & Außenaufnahmen/Land Salzburg/Franz Neumayr; Innenaufnahmen Salzburger Freilichtmuseum/Andrew Phelps 

Der Holzbotschafter

Der Holzbotschafter ist eine Auszeichnung der Salzburg Forst & Holzwirtschaft für vorbildliches und nachhaltiges Bauen mit Holz. Die Auszeichnung richtet sich an öffentliche Objekte, die beispielhaft im Bauen mit Holz voran gehen. Die Jury besteht aus dem Vorstand der proHolz-Organisation.

Die Salzburger Holzbotschafter

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