Nachbericht: Holz 4.0 – Innovation & Lean-Management

Innovation ist im modernen Holzbau kein Selbstzweck, sondern die Antwort auf stetig steigende Marktanforderungen und gleichzeitig die Ausrichtung in eine nachhaltige Bauzukunft. Unter dem Titel „Holz 4.0: Innovation & Lean-Management im Holzbau“ lud der Holzcluster Salzburg gemeinsam mit der Holzbauinnung und proHolz Salzburg zu einem Impulsabend nach Henndorf zum kürzlich fertiggestellten Neubau der Ebster Holding ein.

Inspirieren - Informieren - Besichtigen & Diskutieren

Rund 70 Branchenexperten, Holzbauunternehmer, Architekten und Planer folgten der Einladung, um sich über die Zukunft des Bauens zu informieren und darüber zu diskutieren. Ein Abend, der den Bogen von betrieblicher Effizienz über regulatorische Neuerungen bis hin zu internationaler Architektur spannte. Ein Highlight war im Anschluss natürlich die Möglichkeit der Besichtigung des neuen Betriebsgebäudes der Ebster Holding – und dabei vor allem die neue Holzbauhalle.

Veranstaltung Holz 4.0 beim Ebster Bau

Wenn Lean-Management auf Weltklasse-Architektur trifft

Mut zur Veränderung

Den Auftakt machte Inhaber und Geschäftsführer von der Ebster Holding, Peter Ebster. In seinem Impuls „Warum wir tun, was wir tun“ skizzierte er den Weg vom klassischen Baumeister zu einem innovativen Unternehmen das auf mehreren Standbeinen steht hin zu seinen Visionen. Die neue Werkshalle in Henndorf ist dabei mehr als nur ein Gebäude – sie folgt einer Unternehmensstrategie, die auf Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit setzt, wobei Holz eine ganz zentrale Rolle einnimmt.

Lean Management: Effizienz als Fundament

Wie man eine solche Halle mit Leben und – vor allem – mit effizienten Prozessen füllt, erklärte in seinem Fachimpuls Thomas Arnold von ecoholz. Thomas war in dem Prozess des Neubaus involviert und begleitete Ebster Holzbau bei der Optimierung der Betriebsabläufe. Sein Credo: Lean Management ist kein starres Konzept, sondern eine Kultur der ständigen Verbesserung. Durch die Reduzierung von Verschwendung und die Optimierung des Materialflusses wird die Flexibilität gesteigert – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in Zeiten volatiler Märkte.

OIB-Richtlinie 7: Nachhaltigkeit wird messbar

Ein technisches Update gab Leonhard Huetz von holzbau austria zur neuen OIB-Richtlinie 7. Erstmals wird die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in einem Regelwerk verankert. Huetz ordnete den aktuellen Stand ein und machte deutlich, dass der Holzbau durch diese ökologischen Anforderungen massiv an Bedeutung gewinnen wird, sofern die Branche die neuen Standards proaktiv mitgestaltet.

Keynote: Digitale Tools und altes Handwerk

Ein weiteres Highlight des Abends setzte Architekt Patrick Lüth, Partner & Geschäftsführer vom renommierten Architekturbüro Snøhetta Studio Innsbruck. Er gab dabei Einblicke in die Arbeits- und Denkweise des Architekturbüros und zeigte beeindruckende Beispiele. Ob beim spektakulären Aussichtsturm im Alpbachtal oder bei internationalen Großprojekten – Snøhetta zeigt, wie die Verschmelzung von „altem“ Handwerkswissen und modernsten digitalen Planungstools Raumerlebnisse schafft, die den Baustoff Holz neu definieren. Dabei spielt Nachhaltigkeit auf die unterschiedlichste Art und Weise immer eine zentrale Rolle.

Praxisnah: Führung durch die Ebster WorkWorld

Nach den theoretischen Impulsen folgte der Wechsel in die Praxis. Bei einer exklusiven Führung durch die neue Holzbau-Werkshalle konnten die Teilnehmer hautnah erleben, wie Digitalisierung und Lean-Management in der Realität zusammenspielen. Der Abend fand seinen Ausklang bei einem intensiven Netzwerk, bei dem die Impulse der Vortragenden bei Snacks und Getränken weiter vertieft wurden. Vielen Dank an Peter Ebster & Ebster Bau für die Gastfreundschaft! 

Fotos: proHolz Salzburg

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