Fragen & Antworten zur Einreichung „Holzbaupreis Salzburg 2027“

Holzbaupreis Fragen & Antworten

proHolz Salzburg lädt gemeinsam mit der Ziviltechnikerkammer für Oberösterreich und Salzburg zur Einreichung hervorragender Projekte für die Auszeichnung Holzbaupreis Salzburg 2027 ein. 

Allgemeines

  1. Mein Projekt wurde bereits 2022 fertiggestellt. Darf ich noch einreichen?
    Ja. Zugelassen sind alle Bauwerke im Bundesland Salzburg (und in der Kategorie Export auch darüber hinaus), deren Fertigstellung im Zeitraum von 2022 bis 2026 erfolgte. Projekte, die bereits beim letzten Holzbaupreis 2023 eingereicht wurden, sind jedoch ausgeschlossen.

  2. Kann ich mein Projekt in mehreren Kategorien gleichzeitig einreichen?
    Man reicht ein Projekt einmal ein und ordnet es einer Hauptkategorie (z.B. Wohnbau oder Gewerbe) zu. Die Jury behält sich jedoch vor, Projekte umzugliedern. Der allfällige Sonderpreis (z.B. für Handwerk oder Innovation) wird Kategorie übergreifend vergeben.

  3. Wer muss die Einreichung offiziell vornehmen – Architekt, Bauherr oder Holzbauunternehmen?
    Das ist flexibel. Alle drei Parteien sind teilnahmeberechtigt. Wichtig ist nur, dass man sich im Team abstimmt, damit das Projekt nicht doppelt eingereicht wird. In der Regel übernimmt das Planungsbüro die Koordination der Unterlagen (Pläne, Text, Fotos, etc.).

  4. Mein Projekt zeichnet sich durch eine beispielgebende, innovative Holzbaulösung bzw. Details sowie herausragender Handwerkskunst aus. Kann ich explizit darauf hinweisen?
    Ja, dafür gibt es die Möglichkeit, bei der Einreichung eine zusätzliche Beschreibung für den allfälligen Sonderpreis auszufüllen. Hier kann man explizit auf innovative Holzbaulösungen, besondere Detailpunkte oder herausragende Handwerkskunst hinweisen bzw. wird diese Information am Plakat geclustert dargestellt.

  5. Was passiert, wenn der Bauherr anonym bleiben möchte?
    Das ist möglich. In den öffentlichen Publikationen kann der Name des Bauherrn auf Wunsch weggelassen werden (z. B. „Privat“). Für die Jury-Unterlagen und die Kommunikation mit proHolz Salzburg müssen die Daten jedoch vorliegen, damit die rechtliche Korrektheit der Einreichung geprüft werden kann.

Projekte im Ausland

  1. Wir haben ein Projekt in Bayern realisiert. Können wir als Salzburger Holzbau-Betrieb trotzdem teilnehmen?
    Ja, über die Kategorie „Export“. Wenn Ihr Planungsbüro oder Ihr Holzbaubetrieb den Sitz im Bundesland Salzburg hat, können Sie Projekte einreichen, die außerhalb von Österreich realisiert wurden. So wird die internationale Kompetenz des Salzburger Holzbaus gewürdigt.

  2. Was ist, wenn das Projekt im Ausland steht, aber der Architekt aus Salzburg kommt, der Holzbau aber von einer Firma aus Oberösterreich gemacht wurde?
    Die „Salzburg-Verbindung“ und „Holzbauplanungskompetenz“ muss gegeben sein. In diesem Fall zählt das Projekt für die Kategorie „Export“, da die geistige Leistung (Architektur) aus Salzburg stammt. Werden mehrere Partner aus unterschiedlichen Bundesländern beteiligt, sollte im Vorfeld geklärt werden, wer die Einreichung führt.

Benötige Unterlagen & Plakat

  1. Muss ich ein eigenes Layout für die Einreich-Plakate entwerfen?
    Nein. Um eine faire Vergleichbarkeit für die Jury zu schaffen, stellt proHolz Salzburg einen Online-Plakateditor zur Verfügung. Texte haben eine maximale Zeichenanzahl und werden automatisch in das Plakat an die dafür vorgesehene Position geladen. Bilder und Pläne werden ebenfalls bei den einzelnen Schritten hochgeladen (Mindestanzahl beachten). Im nächsten Schritt folgt die Auswahl des Plakat-Layouts (Auswahlmöglichkeiten vorgegeben). Im Plakateditor können die Bilder und Pläne gezoomt und beliebig positioniert werden. Die Größe des gedruckten Posters für die Jury-Bewertung ist A1.
  2. Welche Unterlagen sind zur Einreichung erforderlich?
    Um die Einreichung abschließen zu können, sind Infos & Angaben zu Bauherren, Architektur/Planung, Ausführung und Tragwerksplanung nötig, jedoch am Plakat nicht angeführt. 
    Für das Plakat sind der Projekttext sowie Fotos und Pläne notwendig. Am Plakat hat der Projekttext ein Zeichenlimit von 1.400 Zeichen. Es kann auch ein weiterer, projektbeschreibender Text hochgeladen werden, der nicht am Plakat sichtbar wird, jedoch bei Nachfragen der Jury zur Verfügung steht. Mindestens 4 Fotos (maximal 10) müssen im Format jpg/png hochgeladen werden. Mindestens 2 Pläne und maximal 10 sind ebenfalls zur Einreichung möglich. Die Dateigröße darf 32 MB jeweils nicht überschreiten. Zwar können nicht alle Bilder/Pläne angezeigt werden, bei Bedarf kann die Jury aber auf das digitale Material zugreifen. Empfohlen wird mind. 1 Plan (Grundriss, Lageplan) auf dem Plakat zu positionieren.
  3. Benötigt man professionelle Architekturfotos für die Einreichung?
    Es ist kein striktes Muss, aber ein dringender Rat. Die Jury sieht viele Plakate. Hochwertige Fotos, die Lichtstimmungen, Texturen und die Einbindung in die Landschaft einfangen, erhöhen die Chancen. „Schnappschüsse“ werden der handwerklichen Qualität meist nicht gerecht.
  4. Wie detailliert müssen die Pläne (Grundrisse, Schnitte) sein?
    Sie sollten „lesbar“ sein. Ein Werkplan im Maßstab 1:50 mit allen Maßen ist für ein Plakat zu überladen. Es empfiehlt sich, grafisch aufbereitete Pläne einzureichen, die das Konzept und die Konstruktion auf einen Blick verständlich machen.
  5. Dürfen Videos oder 3D-Modelle eingereicht werden?
    Das Hauptmedium bleibt das Plakat, welches mit Hilfe des Online-Editors erstellt wird. Da die Jurysitzung physisch vor den großformatigen Ausdrucken stattfindet, ist das statische Bild entscheidend. Möglichkeiten für das Hochladen von nicht gefordertem Zusatzmaterial sind nicht gegeben.

Jury & Projekte

  1. Wer sitzt in der Jury? Sind das nur Architekten?
    Die Jury ist bewusst interdisziplinär besetzt. Sie besteht meist aus unabhängigen Experten aus den Bereichen Architektur, Holzbau-Statik/Technik und Journalismus, die oft von außerhalb Salzburgs kommen, um einen objektiven Blick von außen zu garantieren.

  2. Wie „rein“ muss der Holzbau sein? Können Holz-Hybrid-Bauten eingereicht werden?
    Ja. Hybridlösungen wie zum Beispiel ein Betonkern für Aussteifung/Brandschutz sind Teil des modernen Holzbaus. Wichtig ist, dass der Werkstoff Holz materialgerecht, wirtschaftlich und innovativ eingesetzt wurde. Die Jury bewertet, ob das Holz materialgerecht eingesetzt wurde. Ein reiner Holzbau wird nicht automatisch besser bewertet als ein intelligenter Hybridbau, solange Holz die tragende oder gestalterisch prägende Rolle spielt und die Logik des Holzbaus (Vorfertigung, Leichtbau, etc.) konsequent genutzt wurde.

  3. Kann man auch Sanierungen oder Aufstockungen einreichen?
    Ja, das ist sogar ein sehr willkommenes Thema (Stichwort: Nachverdichtung). Wenn bei einer Sanierung oder Aufstockung der Baustoff Holz maßgeblich zur ökologischen und gestalterischen Aufwertung beigetragen hat, fällt das Projekt in die Kategorie „Weiterbauen“.

  4. Werden auch „kleine“ Projekte (z. B. ein Carport, eine Brücke oder landwirtschaftliche Gebäude) berücksichtigt?
    Ja! Der Holzbaupreis soll die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Werkstoffs Holz zeigen. Diese Projekte bieten einen Spielraum für die Sichtbarkeit von handwerklicher und traditioneller Zimmermannsqualität.

  5. Wir sind ein sehr kleiner Betrieb/ein junges Büro – haben wir gegen Leitbetriebe/Büros eine Chance?
    Ja! Die Jury bewertet die Qualität des Projekts, nicht die Größe des Unternehmens, die im Zuge der Jury-Beurteilung auch nicht bekannt ist. Die Plakate sind alle im gleichen Look-and-Feel und gegenüber der Jury neutral dargestellt.

Kosten & Öffentlichkeitsarbeit

  1. Was hat man von einer Teilnahme, wenn ich nicht gewinne?
    Alle Projekte werden Teil der internen proHolz Salzburg-Datenbank und können im Zuge von Holzbaufachberatungen als Referenz herangezogen werden. Alle eingereichten Projekte werden in der proHolz Salzburg Vorberichterstattung öffentlich wirksam präsentiert. Es ist eine kostenlose Möglichkeit, die eigene Arbeit einer breiten Öffentlichkeit und potenziellen Bauherren zu zeigen.

  2. Gibt es eine Gebühr für die Teilnahme?
    Die Einreichung zum Holzbaupreis Salzburg 2027 ist kostenfrei. Es fallen lediglich die internen Zeitaufwände für die Zusammenstellung der Unterlagen und Fotos an.

SCHON GEWUSST?

Der Holzbaupreis Tirol 2027 wird zeitgleich und unter gleichen Rahmenbedingungen wie der Holzbaupreis Salzburg 2027 ausgelobt. In Tirol realisierte Projekte können dort eingereicht werden.

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