Der Gaisberg – das Naherholungsjuwel braucht Bewirtschaftung
Vom 8.-14. Juni 2026 findet die „Woche des Waldes“ statt. Gemeinsam mit proHolz Salzburg und der Kammer für Land- & Forstwirtschaft Salzburg rückt der Stellvertretender Bürgermeister und Gaisberg-Koordinator Dr. Florian Kreibich die Wichtigkeit des bewirtschafteten Waldes in den Mittelpunkt. Nur mit einer aktiven und nachhaltigen Bewirtschaftung des heimischen Waldes kann der Gaisberg der Bevölkerung weiter als Naherholungsjuwel dienen.
Die Wälder in und um die Stadt Salzburg sind für die Bevölkerung sehr wichtig. Sie sorgen für frische Luft, bieten Platz für Erholung und Sport und schützen vor Naturgefahren wie Muren, Steinschlag oder Lawinen. Darüber hinaus reinigen sie die Luft, kühlen die Temperatur und filtern Wasser. Anlässlich der diesjährigen „Woche des Waldes“ macht proHolz Salzburg gemeinsam mit Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Florian Kreibich (Gaisberg-Koordinator) und der Kammer für Land- & Forstwirtschaft auf die wichtige Arbeit der heimischen Forstwirtschaft aufmerksam. Viele Aufgaben der Waldbewirtschaftung passieren im Hintergrund und werden oft nicht wahrgenommen. Dabei sind sie entscheidend dafür, dass die Wälder gesund, sicher und für alle nutzbar bleiben.
Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigt das Beispiel des Gaisbergs, dem Salzburger Hausberg. Damit Besucherinnen und Besucher den Wald sicher erleben können (Erholungsfunktion) und der Wald seine Schutzfunktionen erfüllt, braucht es eine fachgerechte und vorausschauende Bewirtschaftung. So sorgt die heimische Forstwirtschaft dafür, dass der Wald auch in Zukunft seine vielen Aufgaben für Mensch, Umwelt und Klima erfüllen kann.
Am Gaisberg: ‚Wanderweg gesperrt‘ – alte und umgestürzte Bäume als Gefahr
Der Gaisberg zieht jährlich zehntausende Erholungssuchende an. Doch Wetterextreme, Stürme und der Borkenkäfer setzen dem Wald massiv zu. Die Folge waren in der jüngeren Vergangenheit immer wieder temporäre Sperren von beliebten Wanderwegen (z. B. Gaisberg-Rundwanderweg), um Schadholz aufzuarbeiten oder den Wald gezielt klimafit umzubauen (z. B. durch die Entnahme alter, morscher Bäume).
Für Rupert Quehenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer, ist dies kein Zeichen von Vernachlässigung, sondern der Beweis für die Notwendigkeit einer aktiven Bewirtschaftung. Nur durch eine Bewirtschaftung bleibt der Wald langfristig stabil und für den Menschen sicher begehbar. „Ein Wald, der intensiv als Erholungsraum genutzt wird, darf kein Urwald sein – er braucht permanente Pflege und ein wachsames Auge. Wenn am Gaisberg Wege aufgrund von Forstarbeiten gesperrt werden müssen, tun wir das, um die Sicherheit der Wanderer und Sportler zu garantieren. Wir entnehmen instabile Bäume gezielt und schaffen Platz für einen gesunden, klimafitten Mischwald. Eine professionelle Bewirtschaftung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Salzburger Bevölkerung unsere Natur überhaupt erst sicher und unbeschwert genießen kann.“
Gaisberg – der Rückzugsort für die Salzburgerinnen & Salzburger
Ob zum Wandern, Spazierengehen oder einfach zum Abschalten in der Natur – der Gaisberg ist für viele Salzburgerinnen und Salzburger ein beliebter Rückzugsort. Als grüne Oase vor den Toren der Stadt trägt er wesentlich zur Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung bei. Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich betont dabei: „Der Gaisberg ist weit mehr als nur ein beliebtes Ausflugsziel – er ist ein echtes Naherholungs-Juwel für die Salzburgerinnen und Salzburger und ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensqualität. Die weitläufigen Waldflächen, zahlreichen Wander- und Spazierwege sowie die einzigartige Naturlandschaft machen ihn zu einem Ort, an dem Menschen jeden Alters Erholung, Bewegung und Ausgleich zum Alltag finden können. Gerade in einer wachsenden Stadt sind solche naturnahen Rückzugsräume von unschätzbarem Wert. Als Gaisbergkoordinator weiß ich, welche Bedeutung dieser besondere Berg für die Bevölkerung hat. Umso wichtiger ist es, den Gaisberg als Erholungsraum nachhaltig zu pflegen, seine hohe Qualität zu erhalten und ihn auch für kommende Generationen als Ort der Begegnung mit der Natur zu sichern. Der Gaisberg ist das bedeutendste Naherholungsgebiet der Stadt Salzburg und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Freizeitgestaltung, Gesundheit und Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger“.
Respekt vor Wald & Grundbesitz
Michael Hauser, Grundeigentümer am Gaisberg entlang des Rundwanderweges, appelliert für mehr Respekt vor dem Wald und Verständnis für die Bewirtschaftung: „Der Gaisberg und seine Wander- und Forstwege sind ein wunderschönes Naherholungsgebiet, bei dem jeder Freizeitsportler und Erholungssuchende auf seine Kosten kommt. Es ist aber kein öffentlicher Spielplatz, sondern bewirtschaftetes Privateigentum, das von uns gepflegt wird, damit die Bevölkerung sich darin gefahrlos bewegen kann. Als Grundeigentümer wünscht man sich dahingehend Respekt von allen für ein harmonisches und achtsames Miteinander im Wald.“
Holzverwendung stärkt den Klimaschutz
Holz zählt zu den wichtigsten nachwachsenden Rohstoffen und spielt eine zentrale Rolle auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft. Wird Holz aus regionaler Forstwirtschaft für Gebäude, Möbel oder andere langlebige Produkte genutzt, bleibt der darin gespeicherte Kohlenstoff über viele Jahre gebunden. Gleichzeitig wachsen im Wald neue Bäume nach, die erneut CO₂ aus der Atmosphäre aufnehmen. Die Verwendung von Holz trägt damit doppelt zum Klimaschutz bei: Einerseits wird Kohlenstoff langfristig gespeichert, andererseits können CO₂-intensive Materialien durch den natürlichen Rohstoff ersetzt werden.
Wald liefert uns nahhaltigen Rohstoff
Für Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg, ist genau dieser Kreislauf einer der größten Vorteile des Baustoffs Holz: „Jeder Baum, der zu einem Haus, einem Möbelstück oder einem Fenster verarbeitet wird, speichert weiterhin Kohlenstoff. Währenddessen wachsen im Wald bereits neue Bäume nach und binden weiteres CO₂.
So entsteht ein natürlicher Kreislauf, der Klima- und Ressourcenschutz miteinander verbindet.“ Je stärker Holz im Bauwesen und Alltag eingesetzt wird, desto größer ist sein Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen. „Der Wald liefert uns einen nachhaltigen Rohstoff und schafft gleichzeitig die Grundlage für neue Generationen von Bäumen. Deshalb ist er für mich die sauberste Fabrik der Welt“, betont Rosenstatter.
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