Nachbericht: Baustellenbesichtigung Wohnbebauung Lanserhofwiese

Wohnbebauung Lanserhofwiese

Wir erhielten im Juni 2026 Einblicke in die Großbaustelle Wohnbebauung Lanserhofwiese. Leistbarer Wohnraum, Holzbauweise und Klimaneutralität: Die Lanserhofwiese an der Salzburger Moosstraße zeigt, wie das in der Praxis aussieht.

Wohnbebauung Lanserhofwiese BA3

Die architektonische Ausformulierung des dritten Bauabschnittes der Wohnbebauung Lanserhofwiese in Salzburg wird aus der Funktion und dem Typus der Kleinwohnungen generiert. Eine horizontale Schichtung bildet einen Übergang in die Landschaft und ermöglicht großzügige und geschützte private Freiräume.

Die vier Baukörper sind in ihren Proportionen, Volumen und Abständen zueinander fein abgestimmt. Die aufgesetzten Hochpunkte erhöhen den architektonischen Spannungsbogen, ergeben eine Abwechslungsreiche Höhenabstufung und vermitteln zwischen Bestandsbauten und den Neuentwicklungen. Die Quartiersgarage wächst von Ost nach West aus dem Gelände heraus, bis sie im westlichen Bereich als eine klar ablesbare Kante zum Vorschein tritt, den Hofcharakter stärkt sowie den privaten Freiraum vom öffentlichen Moospark mit seinen unterschiedlichen Funktionen abhebt. Die Fassaden der drei- bzw. fünfgeschossigen Baukörper lassen sich in drei Ebenen gliedern. Die erste Ebene bildet eine Balkonbrüstung aus Flachstahl und rechteckigen Sichtschutzelementen, die einen Teil des privaten Freiraumes vor Einblicken schützen. In der zweiten Ebene findet der Bewohner einen großzügigen umlaufenden Balkon, der die kompakten Wohnungen um eine weitere Aufenthaltsfläche erweitert. Die vertikal gegliederte Holzfassade mit raumhohen Fensterelementen bildet die dritte Ebene und lässt den Moospark mit seinen ausgewachsenen Baumbeständen im Innenraum spürbar werden.

Die vier Baukörper werden ab der Kellerdecke bzw. der Erdgeschossdecke in Holzbauweise errichtet, wobei der Typus der Kleinwohnungen für den Holzbau optimierte Spannweiten ermöglicht. Sichtholzdecken in den Wohnräumen machen dabei die Bauweise im inneren Erlebbar. (Quelle: Schwarzenbacher Struber Architekten)

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Wohnbebauung Lanserhofwiese_Architekur Schwarzenbacher Struber

Thermische Bauteilaktivierung in Holzmassivbauweise

„Die thermische Bauteilaktivierung in Holzmassivbauweise integriert Heizkreise direkt in vorgefertigte Deckenelemente. Die Rohrleitungen werden in passgenau eingefräste Kanäle der Holzdecke eingelegt und geschützt in die Konstruktion eingebunden. Dadurch wird ein hoher Vorfertigungsgrad erreicht, da wesentliche Komponenten bereits im Werk präzise eingebracht und fixiert werden können. Gleichzeitig wird die thermische Speichermasse der Deckenkonstruktion genutzt, sodass Wärme gleichmäßig und zeitlich verzögert an den Raum abgegeben werden kann. Dies trägt zu einem stabilen und hohen thermischen Komfort bei“, sagt Dipl.-Ing. Maximilian Lugmair, BSc (Researcher, Smart Building) von der Fachhochschule Salzburg.  

Department Design & Green Engineering

Nachhaltigkeit und zukunftsfähige Lösungen stehen im Fokus im Studiengang Departments Design and Green Engineering der Fachhochschule Salzburg: Von der Nutzung innovativer Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, über intelligentes Bauen und Sanieren bis zu Circular Design und Kreislaufwirtschaft widmen sich die Studiengänge am Wissenscampus Kuchl ganz dem Ziel einer lebenswerten und ressourcenleichten Umwelt.

Erneuerung und Erweiterung der Lanserhofsiedlung

Die Erneuerung und Erweiterung der Lanserhofsiedlung an der Moosstraße in der Stadt Salzburg, die unter anderem mehr als 350 Dienstwohnungen des Generalmieters Salzburger Landeskliniken (SALK) beherbergt, erfolgt in insgesamt vier Bauabschnitten. Die Generalmieter SALK haben 30 (BA1), 184 (BA2) und 152 (BA3) Wohneinheiten – geförderte Miete.

Der zweite Bauabschnitt umfasste den Neubau von vier Wohnhäusern mit zusammen 184 Wohnungen. Die vier Gebäude bilden einen Hof, der für die Bewohner des BA2 zugänglich ist und sie zum Verweilen unter freiem Himmel einlädt. Im Erdgeschoß sind Geschäftsflächen entstanden.

Der dritte Bauabschnitt umfasst vier mehrgeschoßige Gebäude in Holzbauweise mit insgesamt 152 Wohnungen und einer Wohnnutzfläche von rund 6.727 Quadratmetern. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 geplant.

Der vierte Bauabschnitt mit Baustart Anfang 2028 besteht aus 200 geförderten Mietwohnungen. (Quelle: gswb)

Eckpunkte Bauabschnitt 3

  • Wohneinheiten BA3 : 152 Mietwohnungen für Generalmieter SALK
  • Wohnfläche BA 3 gesamt: 6.726 m² Wohnnutzfläche
  • KFZ-Abstellplätze: 148 Tiefgaragenabstellplätze
  • Energiesystem: Photovoltaik, Grundwasserwärmepumpe, Wasserstoffspeicher und Fernwärme
  • geplante Fertigstellung: Herbst 2027
    (Quelle: gswb)

Bilder: proHolz Salzburg

Forschungsprojekt

Das Haus 4 im Bauabschnitt 3 wird als klimaneutrales Demonstrationsgebäude im klimaaktiv Gold-Standard umgesetzt. Die Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ ist Teil des FTI-Schwerpunkts „Klimaneutrale Stadt“ des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und des Klima- und Energiefonds (KLIEN). Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMIMI und KLIEN durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS). Weitere Informationen zum Forschungsprojekt sind HIER und auf der Website von Alpines Bauen abrufbar.

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