Ausschreibung Wettbewerb | Sitzmöbelsystem Stadt Salzburg
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- Ideenwettbewerbe
Der Ideenwettbewerb hat zum Ziel Schüler:innen und Student:innen einzuladen attraktive Aufenthaltsbereiche für die Stadt Salzburg zu entwickeln.
Wir blicken gespannt auf die Einreichungen und Entwürfe!
1. Projektbeschreibung
Qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche im öffentlichen Raum sind ein gefragtes Thema bei der Stadtbevölkerung als auch den Besuchern. Sie dienen als soziale Treffpunkte, die Interaktion und nachbarschaftlichen Zusammenhalt fördern. Sie bieten Erholungsräume für das körperliche und geistige Wohlbefinden, mindern die städtische Hitze z.B. durch Grünflächen oder schaffen Orte, die auch ohne Konsumzwang für alle Bevölkerungsschichten zugänglich sind.
Die Stadt Salzburg ist stets bemüht Entwicklungen für Aufenthaltsbereiche in der Stadt voranzutreiben. Aus diesem Anlass heraus wird gemeinsam mit dem Holzcluster und proHolz Salzburg der Ideenwettbewerb „Sitzmöbelsystem für die Stadt Salzburg“ ausgelobt. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler:innen und Student:innen, die eine holz- und designaffine Ausbildung im Bundesland Salzburg absolvieren.
Ziel des Ideenwettbewerbs ist es, innovative, funktionale und gestalterisch überzeugende Sitzmöbel-Konzepte zu entwickeln, die den spezifischen Anforderungen des urbanen Raums in Salzburg gerecht werden und „zum Aufenthalt“ einladen.
2. Aufgabenstellung
In Projektteams von 2-3 Personen sollen Entwürfe für ein freistehendes (modulares) Sitzmöbelsystem lt. den Angaben dieser Ausschreibung erarbeitet und präsentiert werden. Die Sitzlandschaft soll so konzipiert werden, dass sie flexibel, auch an anderen Plätzen in der Stadt, genutzt werden kann. Als Hauptmaterial sollen heimische witterungsbeständige Hölzer zum Einsatz kommen.
Im Zuge des Projektes werden folgende Themen (lt. Anforderungen Punkt 3) bearbeitet:
• Entwurf des Sitzmöbelsystems
• Konstruktion & Ausführung
• Funktionalität & Flexibilität
• Materialwahl & Beständigkeit
Zur Abgabe sollen die Projektteams folgende Unterlagen bereitstellen:
• DIN A1 Plakat mit Plandarstellungen des Entwurfs (Ansicht, Grundriss, Schnitt) im Mst. 1:10, besondere Detailausschnitte ggf. im geeigneten Maßstab darstellen, Renderings und/oder Skizzen (Darstellungen des Sitzmöbelsystems in der Platzsituation/Umgebung), Projektbeschreibung und Materialkonzept (ggf. Materialmuster)
• Funktionsmodell im Maßstab 1:10
Eine fachkundige Jury erwählt aus allen Einreichungen ein Projekt, dass in weiterer Folge 1:1 für einen ausgewählten Platz in der Stadt realisiert werden soll. Für die Materialkosten kommt die Stadt Salzburg auf. Für alle abgegebenen Projekte ist eine Ausstellung im Rahmen des Salzburger Radfrühlings im Volksgarten angedacht. (Änderungen vorbehalten)
3. Anforderungen
Gestaltung und Kubatur
- Entwicklung eines eigenständigen, flexiblen & innovativen Sitzmöbels für den Außenbereich in der Stadt Salzburg (keine Standard- oder Kataloglösung)
- Definition „flexibel“: nicht fix mit dem Untergrund verankert, jedoch ausreichend schwer bzw. robust, um ein einfaches Entfernen oder Entwenden zu erschweren
- Kubatur- bzw. Größenvorgabe:
- Abmessungen vom Grundmodul sind frei wählbar, Manipulation muss mit einem Stapler machbar sein.
- Bei Modulkomposition: max. 20 m2 (4 x 5 m)
- Bei Parklet-Lösung: Für einen Parkplatz eine Länge von 5 m und eine Breite von 2 m einhalten. Kann in der Länge und/oder in der Breite um einen Parkplatz erweitert werden.
Funktion und Nutzung
- Sitzmöglichkeiten für Einzelpersonen und Gruppen zur Förderung von Kommunikation und sozialer Interaktion
- Modularer Aufbau und hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Stadträume. Die Elemente sollen mit einem Stapler flexibel versetzt werden können.
- Inklusion: Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung sollen möglichst barrierefrei einen Zugang zum Sitzmöbelsystem haben. (Platz für Kinderwagen, Rollator, Krücken usw. mitdenken)
- Möglichkeit zum Liegen bzw. kurzfristigen Rasten
- Optional: Tischfunktion, Radabstellmöglichkeit, Schattenoption (keine Überdachung im klassischen Sinne – sondern Regendurchlässig um dauerhafte Nutzung zu vermeiden)
Material und Dauerhaftigkeit
- Hauptmaterial: heimisches Holz in Kombination mit anderen Materialien. Für die Auswahl ist die Richtlinie UZ 28 „Witterungsbeständige Holzprodukte“ des österreichischen Umweltzeichens beachten.
- Witterungsbeständige Ausführung (keine direkte Erdberührung von Holzelementen, konstruktiven Holzschutz beachten)
- Angestrebte Nutzungsdauer von ca. 5–10 Jahren.
- Wartung und Instandhaltung von der Stadt/Stadtgärten „machbar“.
Standort
- Standorte haben unterschiedlichen Grund (Schotter, Rasen, Steinbelag, Asphalt etc.) und sind zumeist nicht eben. Niveauausgleichende Fußkonstruktionen, die für alle Terrains geeignet sind, müssen mitentwickelt werden!
- Standorte/Plätze zur freien Auswahl innerhalb der Stadt Salzburg. Zum Beispiel einer der folgenden Plätze oder eigene Vorschläge/Ideen:
- Grünfläche am Franz-Josef-Kai (Lounge im Grünen/am Wasser)
- Sitznischen am Elisabethkai (Elemente/Parklets zwischen Bäumen/Kastanien)
- Aufenthaltsbereich am Veronaplatz (Aufwertung städtischer Plätze)
- Parkmöblierung im Volksgarten (Schaffung von Aufenthaltsbereichen in Parks)
- Sitzgelegenheiten Neue Mitte Lehen (Urbane Sitzgelegenheiten)
- Jedem Projektteam obliegt die freie Auswahl für welchen Standort ein Sitzmöbelsystem im Zuge des Ideenwettbewerbs entwickelt wird.
Wirtschaftlichkeit
- Material, Design und Konstruktion aufeinander abstimmen
- Der Entwurf soll soweit ausgereift sein, dass eine Fertigung im Nachgang durch die eigene Institution oder ggf. auch durch einen Firmenpartner möglich ist.
4. Zeitplan
- September 2026 | Auslobung des Ideenwettbewerbs
- 22. Oktober 2026 | 09:00 – ca. 12:00 Uhr | Kick-Off Termin mit Auftraggeber, Jury & allen interessierten Projektgruppen & Betreuern
- bis 14. Dezember 2026 können Fragen zum Projekt an den Holzcluster gesendet werden, diese werden in gesammelter Form zur Beantwortung an die Jury weitergereicht.
- 02. März 2027 | Abgabe und finale Präsentation vor der Jury, im Anschluss Jurysitzung mit Auswahl des Realisierungsprojektes
- Mai 2027 | Ausstellung aller Einreichungen und Modelle beim Radfrühling im Volksgarten
5. Beurteilungskritierien
Funktionalität
- Funktionen lt. den Anforderungen
- Nutzerfreundlichkeit / Inklusion
- Flexibilität bei Adaptierungen, Erweiterungen, Ortswechsel
Formensprache und Gestaltung
- Ästhetische Entwurfslösung
- Einbindung in einen spezifischen und/oder allgemeinen StandortInklusion: Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung sollen möglichst barrierefrei einen Zugang zum Sitzmöbelsystem haben. (Platz für Kinderwagen, Rollator, Krücken usw. mitdenken
Qualität
- Materialwahl & – Kombination
- Konstruktiver Holzschutz im Freien – möglichst ohne chemischen Holzschutz
Wirtschaftlichkeit
- Minimierung des Wartungsaufwandes
- Kostenschonender Vorfertigungsgrad (ohne Beeinträchtigung des Designs oder Innovation)
6. Jury
- Hans Amtmann | Innungsausschuss Tischler und Holzgestalter Salzburg, Amtmann Möbelbau Werfen
- Andreas Knittel | Architekt, Mattsee
- Christian Stadler | Amtsleiter Stadtgärten, STADT:SALZBURG
Einladung zur Spezialabendführung
Alle Teilnehmer:innen sowie Projektbetreuer:innen des Ideenwettbewerbs werden an einem gesonderten Termin, nach Projektabschluss, vom Auftraggeber zu einer Spezialabendführung bei den Hellbrunner Wasserspielen eingeladen. Der Termin für die Führung erfolgt in gemeinsamer Abstimmung vor Schulschluss bzw. Semesterende 2027.
Kontakt für Rückfragen
Wettbewerbsauslober:
Holzcluster Salzburg | Markt 136, 5431 Kuchl
post@holzcluster.at | +43 6244 303280
Auftraggeber:
Stadt Salzburg | Stadtgärten | Fürstenweg 41, 5020 Salzburg
stadtgaerten@stadt-salzburg.at
Das ausgefüllte Anmeldeformular ist spätestens bis zum 29.10.2026 beim Wettbewerbsauslober (Holzcluster Salzburg) abzugeben. Bitte um Zusendung per Mail.
Projektmanagement
DI Katharina Springl
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